Elefanten brauchen keinen Circus

Den Besuch des Circus Afrika in Bernburg nehmen die Salzlandgrünen zum Anlass, sich gezielt und nochmals mit der artgerechten Tierhaltung im Zirkus auseinanderzusetzen.

Eine artgerechte Haltung von Wildtieren in Zirkussen ist de facto nicht möglich.

Im Zirkus wird der Bewegungsdrang der Wildtiere massiv eingeschränkt, was krankhaftes Verhalten auslöst. Ein ausreichendes Platzangebot für Tiere wie Elefanten kann im Zirkus nicht gewährleistet werden. Des Weiteren ist es ihnen nicht möglich eigene Reviere zu errichten. Ein Leben im Zirkus bedeutet für Wildtiere deshalb ein Leben unter vielen nicht artgerechten Umständen, die für den Zirkus selbst aber geschäftserhaltend sind. Klima, Umgebung und Sozialstruktur im Zirkus stehen in starkem Kontrast zu den natürlichen Lebensbedingungen und Bedürfnissen von Wildtieren.

Auch den Kindern wird ein falsches pädagogisches Bild vermittelt.

Kinder sollten einen verantwortungsvollen Umgang mit Tieren lernen und begreifen, dass es sich auch bei ihnen um fühlende und leidende Geschöpfe handelt. Im Zirkus wird ihnen jedoch ein falsches Bild vermittelt. Anstatt den Kindern zu zeigen, dass Wildtiere wie Elefant, Tiger oder Bär würdevolle Geschöpfe sind, sehen sie im Zirkus wie diese Tiere unterdrückt werden, man ihnen unseren Willen aufzwingt oder sie lächerlich gemacht werden. Und das nur zu unserem Vergnügen.

Wildtiere gehören nicht in den Zirkus!

… deshalb setzen sich BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN dafür ein, Auftrittsverbot für Zirkusse mit Wildtieren zu erlassen. Um dieses zu erreichen werden die Stadtratsfraktionen im Salzlandkreis mit GRÜNER Beteiligung entsprechende Anträge einbringen.

Viele europäische und außereuropäische Länder haben bereits ein Auftrittsverbot für Zirkusse mit Wildtieren erlassen. Deutschland hängt hier vergleichsweise noch weit zurück. So gibt es in der Bundesrepublik schätzungsweise noch immer 80 fahrende Zirkusse, die mit Wildtieren reisen und auftreten. Doch die Haltung von Wildtieren im Zirkus birgt viele Risiken für Mensch und Tier: unzureichendes Platzangebot; nicht-Artgerechte Umstände; mangelnde Beschäftigungsmöglichkeiten; fragwürdige Dressurmethoden; falsches pädagogisches Bild; Auch für Menschen eine Gefahr.

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