Eine Absenkung des Strompreises ist möglich!

Bei der aktuellen Erhöhung der Strompreise werden die Stromanbieter nicht müde, die Erneuerbaren Energien als Preistreiber zu brandmarken. „Das ist jedoch nicht wahr, denn die schwarz-gelbe Bundesregierung hat an der Preisschraube gedreht. Sie ist verantwortlich für die vielfältigen Ausnahmeregelungen für energieintensive Unternehmen, die zu einem historischen Preisanstieg von erwarteten 2,6 Cent führen“, sagt Robert Leubeling, Energiepolitischer Sprecher des Vorstandes der Salzlandgrünen.

Während der Strompreis seit 2001 um gut 12 Cent auf aktuell rund 26 Cent pro Kilowattstunde gestiegen ist, ist die darin enthaltene EEG-Umlage nur um etwa 3,3 Cent gestiegen. Zwei Drittel des Preisanstieges haben also nichts mit der Energiewende zu tun. Woher dann aber der Anstieg der Stromkosten?

Ausnahmeregelungen der schwarz-gelben Bundesregierung für die energieintensive Industrie verursachen den Rekordanstieg der Umlage für das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). „Union und FDP in Berlin haben die Kriterien so abgesenkt, dass die Anzahl der befreiten Unternehmen auf knapp 3000 im nächsten Jahr steigen wird. Dies summiert sich auf 8 Milliarden Euro und bläht die Stromkosten der privaten Haushalte auf“,betont Leubeling.

“Es ist nicht nachvollziehbar, wieso gerade die Großstromverbraucher in geradezu inflationärer Weise von der Umlage ausgenommen sein sollen. Die privaten Haushalte, die kleinen und mittleren Unternehmen allein damit zu belasten, ist ein Geschenk an die Industrie und ein Faustschlag ins Gesicht der Verbraucher” ,so Claudia Ostermann, Vorsitzende der Salzlandgrünen.

Mit den Vorschlägen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN könnten die Stromkosten für private Haushalte, Gewerbe, Handel und Handwerk sogar um bis zu 2 Cent/kWh sinken. Wir schlagen vor:

  • Die ausufernde Privilegierung für energieintensive Unternehmen bei der Umlage für das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und den Netzentgelten begrenzen (Senkung dadurch um circa 1,2 Cent/kWh).
  • Verluste von Off-Shore-Windparks nicht den Verbrauchern anzulasten (Senkung dadurch um circa 0,25 Cent/kWh).
  • Die gesunkenen Einkaufspreise für Strom an der Börse an die Stromkundinnen und Stromkunden weiterzugeben (Senkung dadurch um circa 0,5 Cent/kWh).
  • Durch Stromspar- und Effizienzmaßnahmen Kosten einzudämmen.
  • Das EEG so anzupassen, dass sich die Erneuerbaren Energien gut entfalten und gleichzeitig die Kosten für die Energiewende maßvoll bleiben.

 

„Mit ihrer Preisdebatte greifen die großen Energiekonzerne gezielt die Erneuerbaren Energien an. Dabei blenden sie geschickt die Gesundheits-, Umwelt- und Klimakosten der fossilen Energieträger Kohle, Öl und Gas aus. So verursacht die Stromerzeugung aus Braunkohle Folgekosten von 10,75 Cent/kWh und Steinkohle von 8,94 Cent/kWh“, erklärt Robert Leubeling. „Von preiswerter Energie ohne Nebenwirkungen kann bei fossilen Energien keine Rede sein!“

Wegen der Ressourcenverknappung und des schnell fortschreitenden Klimawandels lösen einzig die Erneuerbaren Energien bei gleichzeitiger Senkung des Energieverbrauchs das Energieproblem.

Leubeling: „Strom muss in Zukunft bezahlbar bleiben. Dazu brauchen wir die Energiewende und eine gerechte Verteilung der Kosten! Die Erneuerbaren Energien sind unverzichtbar. Wer ihnen ein Bein stellt, tut dies auf Kosten der Zukunft.“

Weitere Hintergründe zu dem Thema Strompreise liefert die bündnisgrüne Broschüre; im Netz unter: Download

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