Kein Braunkohletagebau in der Egelner Mulde

Grüner Kreisverband tritt dem Aktionsbündnis „Zukunft statt (Braun)Kohle“ bei

Der Kreisverband „Salzland“ von Bündnis 90/DIE GRÜNEN ist heute dem neu gegründeten Aktionsbündnis „Zukunft statt (Braun-)Kohle“ beigetreten.

An dem Aktionstag gegen die Braunkohlevorhaben in Sachsen-Anhalt, zu dem die örtliche Bürgerinitiative, Umweltschützer und Bündnisgrüne aufgerufen hatten, nahmen ca. 250 interessierte Bürger und Vertreter verschiedener Interessensverbände und Parteien teil. Sie drückten damit ihren Widerstand gegen neue Braunkohletagebaue und klimaschädliche Kohlekraftwerke aus.

In Ihren Beiträgen riefen die Redner die Landesregierung dazu auf keine Probebohrungen in der Egelner Mulde zuzulassen und sich zur Genehmigung des Tagebaus ablehnend zu positionieren. Prominenteste Rednerin war die Landesvorsitzende von Bündnis 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt und parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen im Bundestag, Undine Kurth.

„Wir unterstützen den Widerstand dagegen, dass Menschen ihre Heimat verlieren, indem ihre Dörfer durch neue Tagebaue vernichtet werden. Wir wollen nicht zulassen, dass bester Ackerboden beiseite geschoben wird, um Braunkohle auszubuddeln.“ Und wenn dies alles geschehe, müsse jedem klar sein: „Die Verbrennung der Braunkohle mit ihrem hohen CO2-Ausstoß verträgt unsere Heimat Erde nicht mehr.“ Erst jüngst habe der UN-Klimarat festgestellt: Die Erde hat Fieber. „Braunkohle ist der klimafeindlichste aller fossilen Energieträger. Es ist geradezu absurd, dafür Lebensraum und wertvollsten Boden zu opfern“, so Kurth.

Wir Grünen fordern von der Landesregierung, beim neuen Landesenergiekonzept nicht nu auf Kohle als Energieträger zu setzen. Stattdessen sollte die Landesregierung auf erneuerbare Energien setzen, denn gerade durch diese erlebt Sachsen-Anhalt einen Wirtschaftsaufschwung mit tausenden neuen Arbeitsplätzen. Dieser Weg muss fortgesetzt werden.

Alle Welt redet vom Klimaschutz – BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN setzen sich dafür ein. Wir werden deshalb mit langem Atem gegen den Ausbau der Braunkohlewirtschaft in Sachsen-Anhalt kämpfen und zusammen mit dem Aktionsbündnis alle Hebel in Bewegung setzen, diese Fehlentwicklung zu verhindern.

Die Mibrag Pläne zum Abbau von Braunkohle in der Egelner Südmulde stoßen bei uns auf breite Ablehnung. Der Landesparteitag beschloß dazu folgende Resolution:BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN lehnen den angedachten Braunkohletagebau bei Egeln und bei Lützen ab und fordern die Landesregierung auf, sich zur Genehmigung des Tagebaus ablehnend zu positionieren. Neue Baggerlöcher bedeuten den Verlust von wertvollem Ackerland und verursachen landschaftliche und ökologische Schäden. Weiterhin ist für den Landesverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN der Neubau von Braunkohlekraftwerken nicht vereinbar mit dem globalen Klimaschutz und sollte deshalb nicht realisiert werden. Nicht nur die Kraftwerksbetreiber, auch das  Wirtschaftsministerium sollte sich klar machen, dass eine Dinosauriertechnologie wie die Braunkohleverbrennung bereits in wenigen Jahren Gefahr läuft, unwirtschaftlich zu sein. Die massenhaft-notwendigen CO2-Zertifikatezum Betrieb der Anlage werden dann unerschwinglich sein. Stattdessen fordert die grüne Partei die Landesregierung auf, alle Maßnahmen zu ergreifen, dass perspektivisch eine Vollversorgung durch erneuerbare Energien bei gleichzeitiger Nutzung aller Einsparpotenziale erfolgt. Hierzu ist der Netzausbau so zu forcieren, dass eine Stromaufnahme aus den dezentralen und regenerativen Stromerzeugungsanlagen problemlos möglich wird- insbesondere ist der Einsatz von Erdkabeln bis zur 110kV-Ebene zu prüfen. Der Netzausbau würde gleichzeitig die Netzüberlastungen aufgrund des intensiven Stromhandels reduzieren. Darüber hinaus sind die Rahmenbedingungen so zu setzen, dass Kraftwerke zusammengeschaltet werden, um die fluktuierenden Leistungsschwankungen der erneuerbaren Energien zu steuern und auszugleichen. Der Ausbau in ein dezentrales Energieversorgungs-system hätte enorme positive wirtschaftliche Auswirkungen für die Region – allein zum jetzigen Zeitpunkt arbeiten 8500 Menschen in Sachsen-Anhalt im Bereich der erneuerbaren Energien (Bsp. Enercon, Q-Cells).

Alle Welt redet vom Klimaschutz – BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN setzen sich dafür ein. Sie werden deshalb mit langem Atem gegen den Ausbau der Braunkohlewirtschaft in Sachsen-Anhalt kämpfen.

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